
Chinas Astronomie-Geschichte, Teil 1
Beiträge deutscher Jesuiten zur Entwicklung der Astronomie in China
Als europäische Jesuiten im 16. Jahrhundert ihre Missionstätigkeit in China begannen, kamen sie in ein Reich mit Jahrtausende altem astronomischem Wissen. Mit ihren Bestrebungen verbreiteten sie auch weiterreichende Erkenntnisse aus Europa, was fundamentale Folgen für die Entwicklung der Sternenkunde im Reich der Mitte hatte. Gerade deutsche Jesuiten spielten hierbei eine wesentliche Rolle.
- Mit Dr. Xian Wu

»Auf 30 Männer kam eine Frau«
Geschichten von der Druschba-Trasse
Drei Jahre lang war die Dresdnerin Wera Matz beim Bau der 2750 km langen Erdgasleitung quer durch die Sowjetunion mit dabei und erlebte Vieles hautnah, was der Hauptfigur in ihrem Roman »Das Quartier« widerfährt. Als Frau wird dabei eine ganz andere Perspektive auf das von Männern durchgeführte Großprojekt sichtbar. Die Autorin liest aus ihrem Roman.
- Mit Dr. Wera Matz

Eiszeit in Prohlis
Auf den Spuren der Mammuts
Vor 40.000 Jahren durchstreiften Tausende Wollhaarmammuts die grünen Ebenen des heutigen Dresden-Prohlis. Jahrtausende später begann die Suche nach ihren Spuren. Der Experimental-Archäologe Mario Sempf begibt sich auf eine spannende Reise in die Vergangenheit: in alte Dresdner Archive und bis an die holländische Nordsee. Dabei stößt er auf überraschende Geschichten rund um die Mammutfunde von Prohlis.
Was erzählen uns die Mammutfunde über das Leben in der Eiszeit und das damalige Klima im heutigen Dresdner Raum? Und welche Erkenntnisse können wir daraus für unsere eigene Zukunft gewinnen?
- Mit Mario Sempf, Dresden

Warum die Erde kippt
Ursachen der echten Polwanderung
Warum verändern sich die Positionen der geografischen Pole auf der Erde und welche Prozesse im Inneren unseres Planeten sind dafür verantwortlich? In diesem Vortrag geht es um die echte Polwanderung, bei der sich die Erdkruste gegenüber dem Erdkern neu ausrichtet. Dabei stehen nicht nur die geophysikalischen Ursachen dieses faszinierenden Vorgangs im Fokus. Angesichts der Bewegung aller Bestandteile der Erde wird außerdem ein geeignetes Bezugssystem für diese Prozesse definiert.
- Mit Dr. Bernhard Steinberger, Potsdam

Der Tod als Strafe
Galgen, Rad und Schwert – Richtstätten des Mittelalters und der Neuzeit
Archäologisch erfasste Richtstätten gehören noch immer zu den seltenen Befunden im Bereich der Rechtsarchäologie. Schriftliche Quellen lassen erkennen, dass seit dem Mittelalter auf weithin sichtbaren Plätzen öffentlich gerädert, geköpft und ertränkt wurde. Doch was passierte nach der Hinrichtung mit den Opfern? Ein christliches Begräbnis wurde ihnen häufig verwehrt, so dass ihre Überreste an Ort und Stelle »verlocht« wurden. Fesselungen der Toten, atypische Körperhaltungen und die Beschwerung mit Steinen weisen zudem auf die Angst der damaligen Gemeinschaft vor der Wiederkehr der Toten hin.
- Mit Dr. Marita Genesis, Potsdam

Chinas Astronomie-Geschichte, Teil 2
Die Kosmos-Modelle der chinesischen Astronomie bis zum 17. Jahrhundert
Im 17. und 18. Jahrhundert wurden den Chinesen durch Jesuiten erstmals die europäischen astronomischen Vorstellungen bekannt: Neben dem geozentrischen Weltbild hörten sie vom tychonischen (in dem sich die Sonne mit den Planeten um die Erde bewegt) und vom heliozentrischen System. Dies führte zu einer fundamentalen Änderung der traditionellen Astronomie in China. Anders als im antiken Griechenland wurde im alten China niemals ein tiefgreifendes geozentrisches Weltbild entwickelt, geschweige denn eines, das den anderen beiden vergleichbar ist. Welche Kosmos-Modelle gab es in der traditionellen Astronomie Chinas und wie unterschieden sie sich von den westlichen Vorstellungen?
- Mit Dr. Xian Wu